Paris ist eine Reise wert
Le Zénith, Paris - 21.2.96
Reprint from DAN #20:
Es war mal wieder soweit. Sechs "Drive All Night"-Members planten
einen Trip. Patrick, Susanne, Rolfwyss, Sabine und ich machten uns mit
leichter Verspätung auf den Weg. 6 Stunden wurde uns gesagt bis Paris.
Um 10 Uhr morgens verabschiedeten wir uns von der Postbotin vor
meinem Haus. Mit ca. 140 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit rasten wir
via Belfort, Dijon nach Paris und waren gegen 17 Uhr 15 bei Sony, wo
Rolfwyss seine Tickets holte und wir Manuel trafen. (Wer auch immer in
6 Stunden nach Paris fährt, muss fliegen!!). Zu unserem ganzen Leid
hatten wir aber Patrick und Susanne verloren. Eine Stunde später
fanden uns die Verlorengegangenen bei Sony. Als Entschuldigung
hatten Sie uns ein Hotel gebucht. Nichts wie hin, das Gepäck ausladen.
Nun war es aber bereits höchste Zeit, um ins "Le Zénith" zu fahren.
Vor der Halle bot man uns sFr. 12.-- fürs Ticket. Nein, lieber behalte ich
das verdammte Ding. Zur Show: Bruce war genial. Mit bester Laune und
einigen ganz lustigen Geschichten und Sprüchen untermalte er seine
Songs. Das Publikum war ebenso gut gelaunt und so war die Stimmung
gelöst und gut. Anstelle "Spare Parts" spielte er eine brillante Version von
"Reason To Believe" und "Nebraska" erzeugte mir Gänsehaut wie
immer. Während den Zugaben stürmte das Publikum vor die Bühne und
es schien ihn zu freuen. Auch machte er nicht den Eindruck, als störe es
ihn in irgendeiner Weise. Zum Schluss sammelte er die Blumen und den
einen Brief (welcher nach mehren Versuchen bei der Hemd-brusttasche
in seiner hinteren Hosentasche verschwand) ein, verabschiedete sich,
machte sich auf den Weg die Bühne zu verlassen, entschied sich
anders, warf die Blumen über die Schulter und nahm seine Gitarre und
rockte akustisch "Promised Land". Grinsend wünschte er uns allen eine
"Bonne nuit" und war weg.
Obwohl das Publikum noch lange johlte, pfiff und gröhlte, blieb der Boss
"Backstage". Noch zu erwähnen wäre, dass bei der Einleitungs-
geschichte zu "Its The Little Things That Counts" Bruce gar nicht mehr
wusste ob er einen Quarter kriegt oder gibt. "I give you a quarter... no no
no... you give me a quarter and I give you a ride home!" Für viele Frauen
interessant waren seine Hosen (hallo Angie und Maya). So klassische
Bauernjeans, ca. 3 Nummern zu gross und bestimmt nicht figurbetont,
dafür voller Farbflecken. Ganz nach seinen eigenen Worten "a rich man
in poor mans jeans". Nach der Show gingen wir essen und dann zurück
ins Hotel. Die zweite Show siehe Bericht Sabine Wyden. Gleich nach der
zweiten Show machten wir uns auf den Heimweg. Wir doowoppten
durch Frankreich und begrüssten 48 Stunden später die Postbotin vor
meinem Haus. Es hatte sich definitiv gelohnt.
by Käthy Werder
