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The Mansion on the Hill by Fred Goodman
Einen Blick hinter die Kulissen des RocknRoll-Business und das schmale Band zwischen Kunst und Kommerz wirft dieses Buch von Fred Goodman, einem Journalisten und ehemaligen Rolling-Stone-Redaktor. Nicht um die Stars geht es hier, sondern um die Macher im Hintergrund. In "The Mansion on the Hill: Dylan, Geffen, Springsteen, and the Head-on Collision of Rock and Commerce" wird die Geschichte des Rock aus dem Blickwinkel der Manager und Plattenfirmen beleuchtet, die ihn zu dem gemacht haben, was er heute ist: ein gewinnbringendes Geschäft, das den Mief des rebellischen Untergrundes längst abgestreift hat.
Ebenfalls kein gutes Haar lässt der Autor an Dave Marsh, dem Verfasser der beiden Springsteen-Biographien "Born to Run" und "Glory Days". Er, der als guter Freund von Landau und Springsteen gilt, soll hauptsächlich mitgeholfen haben, den Mythos von Springsteen zu kreieren. Ohne journalistische Objektivität, versteht sich. "The Mansion on the Hill" ist ein interessantes Buch und ideal für all diejenigen, die der Figur und dem Mythos Springsteen mit einer gewissen Distanz gegenüberstehen. Springsteen ist und bleibt keine Heiligenfigur, wie sie von Marsh manchmal dargestellt wurde. Er ist ein Mensch aus Fleisch und Blut, mit all den kleinen und grossen Fehlern, wie sie auch "normale" Menschen haben. Aber genau deswegen lieben wir ihn ja. Die Karriere von Springsteen ist aber nur ein Aspekt dieses Buches. Einen ebenso wichtigen Stellenwert nehmen die Laufbahnen von Albert Grossman und David Geffen ein. Gerade Geffen kann als ideales Beispiel für eine 30jährige Karriere im Plattenbusiness herhalten. by Rolfwyss |