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Joe Ely
Twistin In The Wind
by Rolfwyss
Als texanischer Minnesänger bezeichnet sich Joe Ely. Ein Rastloser,
der seit über 25 Jahren die Höhen und Tiefen des Musikerdaseins durchlebt. Erst mit den
legendären Flatlanders (feat. Jimmy Dale Gilmore, Butch Hancock), die der Zeit voraus
waren, ab Mitte der 70er Jahre solo. Legendär ist auch eine Tournee 1981 im Vorprogramm
der noch legendäreren The Clash. Joe Ely hat sich nie davor gescheut, eigene, wenn es
sein musste, auch unbequeme Wege zu gehen.
Elys Gesamtwerk mag nicht durchwegs gelungen sein, so richtig
grottenschlecht hat er sich aber gottseidank auch nie präsentiert. Texaner haben
schliesslich ihren Stolz. Seit Jahren schon scheint der 51Jährige seinen ca. dritten
Frühling zu erleben.
| "Twistin In The Wind" knüpft nahtlos an die Vorgänger "Letter
To Laredo" und "Love And Danger" an: kraftvolle Midtempo-Rocker, die mehr
rollen als rocken. War das akustisch geprägte "Letter To Laredo" (feat. Mr.
Springsteen) noch vom andalusischen Flamenco infiziert, so besinnt sich Ely seit langem
wieder einmal auf die Bordermusik des amerikanischen Südwestens ("Nacho Mama").
Neben allerfeinsten, klassischen Ely-Songs wie "Up On The Ridge", "Queen of
Heaven" oder dem Titelstück leistet er sich aber auch ein, zwei Aussetzer, darunter
der schwammige "Gulf Coast Blues". Mit dem inspirierten Remake seines eigenen
Songs "Bamboo Shade" (im Original auf "Dig All Night" zu finden) macht
Ely den Patzer aber wieder mehr als wett. "Twistin in the Wind" ist ein
beseeltes Stück Handarbeit des selbsternannten Flamencobillys, empfehlens-wert nicht nur
für Roots-Freunde. |
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